Gestalt-Fortbildung

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Gestalttherapie ist ein anerkanntes und höchst effektives Verfahren, um menschliche Veränderungsprozesse zu begleiten. Ob im therapeutischen Setting oder in der Beratung, in der Supervision oder im pädagogischen Umfeld, Gestalt bietet eine reichhaltige Palette von Ansätzen und Methoden, um die prozessorientierte Begleitung von Menschen wirkungsvoll zu gestalten.

Gestalt ist darüber hinaus eine Lebensanschauung, aus deren Perspektive der Mensch und die Evolution des menschlichen Bewusstseins sinnvoll betrachtet werden kann. Gestalt bietet ein Welt- und Menschenbild an, das umfassend genug ist, um die Dynamik menschlichen Lebens zu beschreiben, ohne limitierende Kategorien dazu zu verwenden.

Gestalt lässt dem Menschen seine Einzigartigkeit und macht nicht den Versuch die Komplexität zu vereinfachen. Die Erkenntnismodelle der Gestaltpsychologie und der praxisbezogene Ansatz der Gestalttherapie würdigen das Geheimnis und die Unkontrollierbarkeit des Lebens und seiner vielfältigen Ausdrucksmöglichkeiten. Sie bieten eine Sichtweise, das Leben in seinem momentanen Geschehen zu vergegenwärtigen.


Aus einem gelebten Gestaltansatz entsteht ein Wirklichkeitsmodell, dessen wichtigstes Prinzip die Wandelbarkeit ist. Leben ist hier und jetzt. In diesem Moment finden herausfordernde Situationen und deren Lösungen statt. Die Vergangenheit ist nur insofern für das gegenwärtige Erleben von Bedeutung, als dass sie in den Grundüberzeugungen und Glaubenssätzen wirksam ist, die uns als Vorlage zur Konstruktion der eigenen Realität dienen. Das Leben selber ist jeden Moment frisch und neu. Wie unsere Wirklichkeit ihre unverwechselbare Gestalt annimmt und wie wir darauf Einfluss nehmen können, dass sich unsere gelebte Realität unseren Bedürfnissen und dem Fluss des Lebens anpassen kann, vermittelt der Gestaltansatz.

 


Gestalt ist primär gelebte Erfahrung. Die wissenschaftliche Beschreibung der Beobachtungen und Erhebungen führt zwar zu einer relativ einheitlichen Gestalttheorie, dennoch bleibt Gestalt vom Ansatz her ein offener und inhaltlich möglichst konzeptfreier Raum der eigenen Erfahrung. So können wir zwar die Prinzipien und Gesetze der Gestaltbildung formulieren und wirkungsvolle Methoden beschreiben, welche Auswirkungen aber Menschen auf der existentiellen Ebene erfahren, können wir weder voraussehen, noch annähernd innerhalb eines Theoriemodells beschreiben. Der Prozess entzieht sich der Kontrolle. Diese Einsicht ist ein wichtiges Prinzip in der Anwendung von Gestalt in Therapie, Beratung, Supervision und Pädagogik. Niemand weiß, in welche Richtung sich der Mensch bewegen wird, der zum Therapeuten kommt. Niemand kann sagen, welche Blüte sich öffnet, wenn der Moment gekommen ist.

Daher steht in unserer Gestaltfortbildung die Erfahrung im Vordergrund. Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen lassen sich auf das gemeinsame Abenteuer ein, mehr darüber zu entdecken, wer sie selber sind und welches Potenzial in ihnen schlummert.

Sie erleben eigene Veränderungsprozesse, beobachten sie bei anderen und lernen, sie zu beschreiben. Durch das persönliche Erleben werden sie nach und nach in die Lage verstetzt, diese Prozesse als Katalysatoren zu begleiten. Vor allem lernen sie aber, nicht im Wege zu stehen, wenn das Leben im rechten Moment eine Neugeburt ermöglicht.

Die theoretische Durchdringung, das Verstehen und eigenständige Weiterentwickeln der Konzepte steht im Dienst der praktischen Umsetzung. Wir fördern die menschliche Fähigkeit, den Verstand so einzusetzen, dass die Evolution des Bewusstseins gefördert wird.

Innerhalb der Fortbildungsgruppe treffen sich die Teilnehmer und Teilnehmerinnen zu Wochenenden und 5-tägigen Treffen. Hier wird wird Gestalt als lebendiger Prozess vermittelt. Die Theorie erarbeiten sich die Teilnehmer zum Teil selber. Durch Reflexion der Erfahrungen sowie kontinuierliche methodische Nachbesprechungen wird das Geschehen in der Gruppe transparent und therapeutische Intervention verstehbar.

Während eines 10-tägigen Seminars im Sommer (Sommer-Intensiv) treffen sich Teilnehmer/-innen aus alles Gruppen des Gestaltinstituts (Gießen, Lübeck und Freiburg) jährlich einmal, um in einen intnsiven Prozess einzusteigen, dessen Kernstück die strukturierte Arbeit in Kleingruppen (Triaden) ist. Dort steigt jeder in die Rollen als Therapeutin, Klientin und Beobachterin ein. Die teilnehmer erhalten Feedback und Supervision und erleben so den therapeutischen Gestaltprozess von innen her.

Außerhalb der Gruppentreffen, führen die Teilhnehmerinnen die Arbeit in Eigeninitiative fort. Sie treffen sich in Triaden, arbeiten miteinander nach einem vorgegebenen Modell und vertiefen die aktuellen Themen der Fortbildung.

Eine begleitende Lehrtherapie bei von uns autorisierten Gestalttherapeuten ist eine weitere Möglichkeit, wach die eigene Persönlichkeit und den transformativen Prozess zu realisieren.

Unser ausgesprochenes Ziel ist es, dass jeder Teilnehmer und jede Teilnehmerin die eigene, individuelle Form findet, den Gestaltansatz ins Leben zu integrieren und damit zu arbeiten.

Gestalt ist ein Modell. Nur wenn das Modell mit Leben gefüllt ist, kann es dazu beitragen, dass das Leben sich ungehindert entfalten kann.

Wenn Sie noch Fragen haben, schicken Sie mir eine E-Mail
oder rufen Sie an: 0761 6967143, wir geben Ihnen gerne Auskunft.


 

 


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